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Kos
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Die griechische Insel Kos (griechisch ÎĎĎ [] (f. sg.), tĂźrkisch İstankĂśy, italienisch Coo) in der Ăśstlichen Ăgäis ist der kleinasiatischen KĂźste vorgelagert. Kos ist nach Rhodos und Karpathos die drittgrĂśĂte Dodekanes-Insel. Im Jahr 2021 hatte die Insel Ăźber 37.000 Einwohner. Hauptort ist die gleichnamige, etwa 22.000 Einwohner zählende Stadt Kos, die das touristische und kulturelle Zentrum der Insel bildet. Seit 2011 bildet die Insel auch gleichzeitig eine Gemeinde in der Region SĂźdliche Ăgäis und gemeinsam mit Nisyros den Regionalbezirk Kos.
Contents
⢠Geographie
⢠Lage
⢠Oberfläche
⢠Geologie
⢠Klima
⢠Geschichte
⢠Landwirtschaft
⢠Umwelt
⢠Flugverkehr
⢠Religion
⢠Ehrenbßrger
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geographie
Lage
Kos liegt in der Ost-Ăgäis am Eingang des Golfs von GĂśkova (tĂźrkisch GĂśkova KĂśrfezi). NĂśrdlich der Stadt Kos beträgt die kĂźrzeste Entfernung zur Bodrum-Halbinsel (Bodrum YarÄąmadasÄą) westlich der tĂźrkischen Stadt Bodrum weniger als fĂźnf Kilometer. Die Datça-Halbinsel liegt 15 km sĂźdlich. Nachbarinseln sind im Norden Pserimos, vier Kilometer, und Kalymnos, zwĂślf Kilometer entfernt. Nisyros liegt 12 km sĂźdlich und Astypalea etwa 43 km westlich.
Oberfläche
Bei einer Fläche von 287,611 km²cite-ref-2[2] beträgt die Länge etwas mehr als 42 km und die maximale Breite fast zehn Kilometer. Der KĂźstenverlauf ist relativ geradlinig ohne nennenswerte Einbuchtungen. Im Osten bildet nahe der SĂźdkĂźste die schmale bis 846 m hohe Bergkette des Dikeos-Massivs (ÎίκιΚοĎ) die hĂśchste Erhebung der Insel. Diese Bergkette flacht nach Norden hin ab und geht in eine fruchtbare, landwirtschaftlich genutzte Ebene Ăźber. Westlich einer 1,6 km schmalen Landenge liegt die Kefalos-Halbinsel (ÎÎĎÎąÎťÎżĎ ĎÎľĎĎĎνΡĎÎżĎ) mit dem 426 m hohen Berg Latra (ÎÎŹĎĎÎą) im äuĂersten SĂźden.
Geologie
Geologisch besteht die Insel aus Schiefer, Kreidekalk und Tertiärschichten, mit mehrere Meter dicken Lagen quartären vulkanischen Tuffs. Dabei unterscheidet man die Insel in einen Ăśstlichen, einen zentralen und einen westlichen Teil. Insbesondere der westliche Teil ist stark von vulkanischer Aktivität gekennzeichnet, denn sie liegt in einer entsprechenden Zone, auch wenn die Insel selbst nicht vulkanischen Ursprungs ist. Im Westen finden sich dementsprechend vulkanische Mineralien, im SĂźden heiĂe Quellen. Der Osten ist von Bergen, HĂźgeln und der KĂźstenebene geprägt, wobei die Gebirgszone eine West-Ost-Orientierung aufweist. HĂśchster Berg ist der Dikaios mit 847 m. Die meisten der heiĂen Quellen befinden sich im sĂźdlichen und zentralen Teil des Massivs. Die hĂźgeligen Gebiete erheben sich 200 bis 300 m Ăźber dem Meeresspiegel. Die zentrale Region wird von einem Plateau dominiert, das im Zentrum und im Norden aus Tuff besteht. Im SĂźden erstreckt sich die Ebene von Halasarna. Ihre Charakteristika gehen auf eine Vulkaneruption vor 160.000 bis 145.000 Jahren zurĂźck. Deren Asche bedeckt ein Gebiet von 5000 km². Die vulkanische Asche erstreckt sich von Kalymnos Ăźber Tilos, Chalki und die Halikarnassos-Halbinsel und formt ein 100 m hohes Tuffplateau im Gebiet von Antimachia. Insgesamt ist die Insel hĂźgelig, relativ flach und bietet ausreichend SĂźĂwasser, womit sie gut fĂźr Land- und Viehwirtschaft geeignet ist.cite-ref-3[3]
Klima
Durchschnittlich erhält die Insel 940 mm Niederschlag, jedoch mit einer starken Standardabweichung von 360 mm.cite-ref-4[4]
Geschichte
Siehe auch
:
Dodekanes#Geschichte
Die frĂźheste nachgewiesene Besiedlung von Kos erfolgte im Neolithikum. So wurde eine Reihe von Siedlungen nachgewiesen, zum Beispiel bei Askloupi, dessen Siedlung 150 mal 120 m maĂ.
Während der italienischen Besetzung der Insel wurden dort archäologische Grabungen durchgefĂźhrt. Dabei wurde auch die bedeutendste Fundstätte, Kos selbst, partiell ergraben. Dort fand sich eine mittel- bis spätbronzezeitliche Siedlung im als Serrayia bekannten Gebiet. 1947 wurden die Grabungen fortgesetzt. Die erste Besiedlung entstand demnach in der FrĂźhbronzezeit (EB III). Daran schlieĂt sich eine siedlungsleere Zeit an, die den grĂśĂeren Teil der Mittelbronzezeit umfasst. Einen Kilometer sĂźdwestlich von Serrayia fand man einen mykenischen Friedhof (Eleona und Langada), den mit mindestens 82 Gräbern grĂśĂten auf der Insel (Späthelladikum IIBâIIIA:1 - IIIC). Wenige hundert Meter westlich davon wurde das einzige Tholos-Grab auf Kos entdeckt, das allerdings nicht datiert ist. Kupfer wurde am Dikaios-Berg abgebaut, wahrscheinlich seit der frĂźhen Bronzezeit.cite-ref-6[6]
Die Insel wurde durch dorische Siedler aus Epidauros kolonisiert, die mĂśglicherweise den Kult des Heilgottes Asklepios mitbrachten. Seit 546 v. Chr. unter persischer Kontrolle, gehĂśrte Kos ab ca. 450 v. Chr. zum attischen Seebund und fiel 405 an Sparta. Kos war in hellenistischer Zeit der Sitz einer Ărzteschule (siehe auch Empiriker (Ărzteschule)); entgegen älteren Annahmen wurde diese aber nicht von Hippokrates von Kos (ca. 460â370 v. Chr.), dem bekanntesten Arzt des Altertums, geleitet, da zu dessen Zeit noch keine Ărzteschulen im strengen Sinn bestanden, sondern Ărzte ausschlieĂlich im Lehrlingssystem ausgebildet wurden.cite-ref-7[7]
Ăhnliche Bekanntheit erfuhr diese Schule durch den Asklepiadeneid, den die Ărzte angeblich beim Antritt ihres Berufs geschworen haben sollen, aber dies ist eine durch nichts gestĂźtzte Vermutung. Von der Mitte des 4. Jahrhunderts bis zur Eroberung durch Alexander den GroĂen stand Kos unter der Oberherrschaft der karischen Hekatomniden in Halikarnassos, dem heutigen Bodrum. 366 v. Chr. wurde an der Nordostspitze der Insel die neue, das alte Astypalaia (heute Kefalos)cite-ref-8[8] ablĂśsende, Hauptstadt Kos gegrĂźndet und wenig später an der Stelle eines Apollon-Haines das Heiligtum des Asklepios erbaut, das von vielen auswärtigen Gästen und Patienten besucht wurde. Um 300 v. Chr. grĂźndete der babylonische Priester und Historiker Berossos auf Kos die erste Astrologieschule der hellenischen Welt, die groĂes Ansehen erlangte.cite-ref-9[9] Kos prägte in griechischer Zeit eigene MĂźnzen, auf denen Asklepios, die Schlange und die Krabbe häufig abgebildet werden.
Kos stellte eine Art von natßrlicher Handelsverbindung zwischen der Handelsmacht Rhodos und dem Reich der Ptolemäer dar und geriet in den Einflussbereich beider Mächte. Es versorgte sich weitgehend selbst, exportierte aber Wein und Seide; sein geschßtzter Hafen spielte eine bedeutende Rolle. Die Dichter Herodas und Theokritos liefern in ihren Dichtungen geistreiche Skizzen des Lebens aller Schichten des städtischen und ländlichen Kos von der Aristokratie bis zu den Sklaven.
Ab dem 2. Jahrhundert v. Chr. war Kos Teil des RĂśmischen Reiches, später des Byzantinischen Reiches. Die Insel wurde 1204 durch die Venezianer und 1262 erneut durch die Byzantiner erobert. Diese traten sie an die Genuesen ab, die sie 1309 an die Johanniter verkauften. 1457 und erneut 1523 wurden die Ritter durch eine osmanische Invasion bedroht. Viele Einwohner wurden versklavt oder verlieĂen die Insel mit den Rittern 1523. Diese wurde von TĂźrken besiedelt. Das Osmanische Reich beherrschte Kos fast 400 Jahre lang, bis die Insel 1912 als Coo in den italienischen Machtbereich Ăźberging. Auch Italiener wurden hier angesiedelt.
Im Unternehmen âEisbärâ am 3. Oktober 1943 besetzte die deutsche Wehrmacht die Insel bis zum Kriegsende. 3.145 italienische und 1.388 britische Soldaten gerieten in Gefangenschaft. Während dieser Operation kam es zum Massaker von Kos an gefangenen italienischen Offizieren.
Auf Rhodos und Kos fielen ungefähr 1.800 Juden in die Hände der deutschen Besatzer. Die Juden wurden auf Schiffe verladen, aufs griechische Festland verschleppt, kurz in einem Lager bei Athen eingesperrt und nach Auschwitz-Birkenau gebracht, wo sie mehrheitlich durch Vergasung umgebracht wurden.cite-ref-10[10]
1947 wurden die Italienischen Ăgäis-Inseln, darunter Kos, an Griechenland Ăźbergeben.
In der Nacht vom 20. auf den 21. Juli 2017 gegen 1:30 Uhr Ortszeit ereignete sich ein Seebeben der Stärke 6,6 nach der Momenten-Magnituden-Skalacite-ref-11[11], das besonders in der Hauptstadt Kos ZerstÜrungen bewirkte und zwei Todesopfer sowie mindestens 120 Verletzte forderte. Ein kleiner Tsunami ßberschwemmte den Hafen.cite-ref-12[12]cite-ref-13[13]
FlĂźchtlingskrise
â
Hauptartikel
:
âGriechenlandâ im Artikel FlĂźchtlingskrise in Europa ab 2015
Auf Grund der Nähe zur tßrkischen Kßste ist Kos (ebenso einige Nachbarinseln, insbesondere Lesbos) bedeutendes Ziel von Migranten, die mit Booten von der tßrkischen Kßste ßbersetzen. Im Zusammenhang mit dem beabsichtigten Bau eines Registrierungszentrums fßr Flßchtlinge auf Kos kam es im Februar 2016 zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Einwohnern und der Polizei, da die Einwohner die Beeinträchtigung des Tourismus, der Haupteinnahmequelle der Insel, durch die Flßchtlinge befßrchteten.cite-ref-14[14]
Bezßglich der Buchungszahlen deutscher Touristen haben sich diese Befßrchtungen bestätigt, da fßr den Sommer 2016 die Buchungen deutscher Touristen auf Kos und der ebenfalls von vielen Flßchtlingen angesteuerten Insel Samos zurßckgingen, während insgesamt die Buchungszahlen deutscher Touristen in Griechenland deutlich anstiegen.cite-ref-15[15] Die allgemeinen Tourismuszahlen fßr Kos konnten sich in den folgenden Saisons erholen und erreichten 2018 einen Rekordwert beim internationalen Tourismus.cite-ref-16[16]
Die Lage fßr Geflßchtete war und ist in Kos prekär. So gab es zu Beginn der Ankßnfte von Flßchtlingen kaum Organisation, Infrastruktur, Unterkßnfte und Hilfsangebote fßr die Menschen. Von etwa 4000 Geflßchteten leben mit Stand Mai 2021 noch geschätzt 795 auf Kos, nachdem zu Anfang des Jahres 2021 die Prozeduren erheblich vereinfacht und beschleunigt wurden, um als Geflßchteter Asyl beantragen zu kÜnnen und ins Festland umsetzen zu dßrfen. Auch verkßndete die EU, neue Strukturen fßr Flßchtende in Griechenland, darunter auch auf Kos, zu fÜrdern und errichten.cite-ref-17[17]
Vor der Insel Kos soll es vermehrt zu Pushback-Aktionen seitens der griechischen Marine gekommen sein. So wurde im Oktober 2021 von einer der grĂśĂten Pushbacks seit Jahren gesprochen, als 382 FlĂźchtlinge Ăźber vier Tage trotz Notsignal auf ihrem Schiff im Mittelmeer festgehalten wurden, ehe sie den Hafen von Kos ansteuern durften. An Bord befanden sich unter anderem 136 Kinder.cite-ref-18[18]
Auf Kos befindet sich ein offiziell als Closed Controlled Access Centre bezeichnetes Lager, das als Erstaufnahme- und Registrierungsstelle dienen soll. Die Errichtung zog Kosten von 35,3 Millionen Euro nach sich. Die Verhältnisse im Lager wurden im Jahr 2024 von Anna-Nicole Heinrich nach einem Besuch vor Ort kritisiert.cite-ref-19[19]cite-ref-20[20]
Verwaltung und Politik
â
Hauptartikel
:
Verwaltungsgliederung von Kos
Seit der griechischen Gemeindereform nach dem Kapodistrias-Programm von 1997 war die Insel Kos in drei Gemeinden mit insgesamt sechs Gemeindebezirken untergliedert. Zum 1. Januar 2011 fĂźhrte das Kallikratis-Programm die ehemaligen Gemeinden der Insel zur neu geschaffenen Gemeinde Kos (ÎÎŽÎźÎżĎ ÎĎ DĂmos Ko) zusammen, Verwaltungssitz ist die Stadt Kos. Die bisherigen Gemeinden bilden Gemeindebezirke, die ehemaligen Gemeindebezirke sind Stadtbezirke, die eigene lokale Vertretungen wählen.
| GemeindeÂbezirk | griechischer Name | Code | Fläche (km²) | Einwohner 2001 | Einwohner 2011 | Stadtbezirke | Lage |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Dikeos | ÎΡΟοĎΚκΎ ÎνĎĎΡĎÎą ÎΚκιίοĎ
| 640102 | 62,612 | 6.094 | 7.130 | Asfendio, Pyli | |
| Iraklidis | ÎΡΟοĎΚκΎ ÎνĎĎΡĎÎą ÎĎικΝξΚδĎν | 640103 | 158,964 | 6.963 | 6.826 | Andimachia, Kardamena , Kefalos | |
| Kos | ÎΡΟοĎΚκΎ ÎνĎĎΡĎÎą ÎĎ | 640101 | 66,552 | 17.890 | 19.432 | Kos | |
| Gesamt | Gesamt | 6401 | 288,128 | 30.949 | 33.388 | | |
Bei den Kommunalwahlen 2010 konnte sich der parteilose Konstandinos Kaiserlis an der Spitze eines WahlbĂźndnisses der Demokratischen Linken bei der Stichwahl mit 53,55 % durchsetzen und ist damit BĂźrgermeister. Im Gemeinderat entfallen:
⢠20 Sitze auf das Bßndnis der Demokratischen Linken,
⢠9 Sitze auf die sozialistische Panellinio Sosialistiko Kinima,
⢠2 Sitze auf die konservative Nea Dimokratia und
BevĂślkerungsentwicklung
| Stadtbezirk (ÎΡΟοĎΚκΎ ÎοΚνĎĎΡĎÎą) | 1905 | 1947 | 1951 | 1961 | 1971 | 1981 | 1991 | 2001 | 2011 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Asfendio | 1.967 | 2.661 | 2.500 | 2.590 | 1.594 | 1.723 | 2.741 | 3.205 | 4.094 |
| Pyli | 1.291 | 2.018 | 2.092 | 1.883 | 1.508 | 1.816 | 2.630 | 2.889 | 3.036 |
| Andimachia | 2.000 | 2.008 | 2.061 | 1.720 | 1.428 | 1.676 | 2.392 | 2.573 | 2.538 |
| Kardamena | 600 | 1.365 | 1.374 | 1.229 | 1.010 | 1.212 | 1.451 | 1.783 | 1.650 |
| Kefalos | 1.405 | 1.809 | 1.886 | 1.861 | 2.197 | 2.072 | 2.451 | 2.609 | 2.638 |
| Stadt Kos | 5.789 | 8.684 | 8.863 | 8.904 | 8.913 | 11.851 | 14.714 | 17.890 | 19.432 |
| Insel Kos | 13.052 | 18.545 | 18.776 | 18.187 | 16.650 | 20.353 | 26.379 | 30.949 | 33.388 |
SehenswĂźrdigkeiten
⢠Kos-Stadt
⢠Mandraki-Hafen
⢠Johanniterfestung Neratzia
⢠Ausgrabungen in Kos-Stadt, z. B. Agora, Gymnasion, Decumana, Haus der Europa, Odeon, Casa Romana
⢠Ăberreste des Asklepieion von Kos bei PlatĂĄni, unweit von Kos-Stadt
⢠Bergdorf Zia
⢠Embros-Therme, eine Thermalquelle im offenen Meer (im Sßdosten der Insel)
⢠verlassenes Dorf Agios Dimitrios, nahe Asfendio
⢠verlassenes Dorf Palio Pyli mit Burgruine
⢠Reste der Festung Andimachia, nahe Flughafen Kos
⢠Pfauenwald, nahe Flughafen Kos
Wirtschaft, Infrastruktur und Kultur
Der Tourismus bildet den Hauptwirtschaftszweig von Kos. Die Insel ist durch ihre langen Sandstrände mit groĂen Hotels bekannt.
Landwirtschaft
Die dem Dikeos vorgelagerte fruchtbare Ebene wird landwirtschaftlich genutzt. Angebaut werden GemĂźse und Getreide sowie Trauben, Mandeln, Feigen, Oliven und ZitrusfrĂźchte. In den 1920er Jahren bemĂźhten sich die italienischen Besatzer um eine Verbesserung der Wasserversorgung. Unter anderem legten sie den Pyli-Stausee an.
Energieversorgung
Seit 1994 betreibt die staatlich griechische Stromgesellschaft DEI (ÎÎÎ) ein Ălkraftwerk in der Nähe von Mastichari. Ăber ein Unterseekabel steht die 100 MW-Anlage zusätzlich mit den Inseln Tilos und Nisyros im SĂźden sowie Kalymnos und Pserimos im Norden in Verbindung.
Das Tochterunternehmen PPC Renewables SA der DEI (ÎÎÎ) unterhält seit Februar 2002 gemeinsam mit der C.ROKAS S.A. einem Tochterunternehmen des spanischen Energieunternehmens Iberdrola Renovables bei Kefalos eine Windkraftanlage mit einer Leistung von 4,2 MW. Die Anlage ist an das Ălkraftwerk bei Mastichari angeschlossen.cite-ref-22[22]
Umwelt
Frßher wurde der Mßll der Insel auf Mßllhalden gesammelt und verbrannt. Seit einigen Jahren trennen aber auch die Inselbewohner ihren Mßll zum Recycling. Auch wurde vor wenigen Jahren im Sßdosten der Insel eine Kläranlage zur Abwasserreinigung errichtet.
Viele der Strände sind heute mit der blauen Flagge ausgezeichnet und haben die internationale Auszeichnung fĂźr Nachhaltigkeit erhalten. Die Strände werden in regelmäĂigen Abständen auf die Qualität des Wassers und auf Umweltmanagement kontrolliert. Private Umweltkampagnen bemĂźhen sich um weitere Verbesserungen im Umwelt- und Tierschutz, damit Touristen durch den MĂźll und den Mangel an Respekt vor Tieren nicht abgeschreckt werden.cite-ref-23[23]cite-ref-24[24]
Flugverkehr
Der Flughafen Kos Hippokrates wird ganzjährig von Linienflßgen der Olympic und Aegean Airlines aus Athen und Rhodos angeflogen. Zur Hauptsaison zwischen April und Oktober und vereinzelt in der Nebensaison landen Charter- und Billigfluggesellschaften mit Feriengästen aus vielen europäischen Ländern.
Religion
Auf Kos leben ca. 2000 tßrkischsprachige Muslime. Da der Dodekanes von 1912 bis 1947 zum KÜnigreich Italien gehÜrte, war er nicht von der 1923 vereinbarten Zwangsumsiedlung von Griechen und Tßrken in die jeweiligen Heimatländer betroffen.
PersĂśnlichkeiten
⢠Herakleides von Kos (um 440 v. Chr.), Arzt und Vater des Hippokrates
⢠Hippokrates (um 460 v. Chr.âum 370 v. Chr.), ein berĂźhmter Arzt des Altertums, wurde um 460 v. Chr. auf Kos geboren.
⢠Berossos, ein babylonischer Priester und Historiker, grßndete auf Kos die erste Astrologieschule der hellenischen Welt.
⢠Apelles, ein griechischer Maler der Antike, starb vermutlich auf Kos.
⢠Die Insel war auch die Heimat von Herodas, der Ăźber sie schrieb: âKos ist lieblich, angenehm zum Wohnen und reich an Wasser.â
⢠ĹĂźkrĂź Kaya (1882â1959), langjähriger Innenminister und AuĂenminister der TĂźrkei.
⢠Der Vater des Tennisspielers Pete Sampras (* 1971) stammt von der Insel.
EhrenbĂźrger
Literatur
⢠Mercourios Georgiadis: Kos in the Neolithic and Early Bronze Age. The Halasarna Finds and the Aegean Settlement Pattern, Institute for Aegean Prehistory, 2012 (Fundstätte auf dem Gebiet des heutigen Kardamena).
⢠Isabella Insolvibile: Kos 1943â1948. La strage, la storia, Edizioni Scientifiche Italiane, Neapel 2010.
⢠Katerina Kralova: Das Vermächtnis der Besatzung. Deutsch-griechische Beziehungen seit 1940, Bundeszentrale fßr politische Bildung, Bonn 2016, ISBN 978-3-7425-0004-5.
⢠Pietro Giovanni Liuzzi: Kos. Una Tragedia Dimenticata. Settembre 1943 - maggio 1945, Tarent 2008, erneut: Aracne, Rom 2011.
⢠Mark Mazower: Griechenland unter Hitler. Das Leben während der deutschen Besatzung 1941â1944, Frankfurt am Main 2016, Fischer Verlag, ISBN 978-3-10-002507-4.
⢠Sybille Steinbacher: âIn ganz Europa wird die Judenfrage Schritt fĂźr Schritt, aber beharrlich geregelt. In Griechenland ist diesbezĂźglich noch nichts Entscheidendes geschehen.â Zur Dimension des Massenmords an den europäischen Juden im Zweiten Weltkrieg, in: Fritz Bauer Institut (Hrsg.), Geschichte und Wirkung des Holocaust, Bulletin 2018, Frankfurt 2018, Vereinte Druckwerke Frankfurt, ISSN 1868-4211, S. 66â77.
Weblinks
Commons
: Kos
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Kos
â ReisefĂźhrer
Wiktionary: Kos
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
⢠Offizielle Website der Insel Kos (englisch, griechisch)
⢠Private Informationswebsite ßber Kos. In: Insel-Kos.info
⢠Private Informationswebsite ßber Kos. In: Info-Kos.de
⢠Kos im Global Volcanism Program der Smithsonian Institution (englisch)
Einzelnachweise
cite-note-vz2021-11. Ergebnisse der Volkszählung 2021 beim Nationalen Statistischen Dienst Griechenlands (ÎÎ.ΣΤÎΤ) (Excel-Dokument, 2,6 MB)
cite-note-22. â ÎΝΝΡνΚκΎ ÎŁĎÎąĎΚĎĎΚκΎ ÎĎĎÎŽ [ÎÎΣΤÎΤ] (Hrsg.): ÎŁĎÎąĎΚĎĎΚκΎ ÎĎÎľĎΡĎίδι ĎÎˇĎ ÎΝΝΏδοĎ. Statistical Yearbook of Greece 2009 und 2010. Piräus 2011, S. 47.
cite-note-33. â Mercourios Georgiadis: Kos in the Neolithic and Early Bronze Age. The Halasarna Finds and the Aegean Settlement Pattern, Institute for Aegean Prehistory Academic Press, 2018, S. 3 f.
cite-note-44. â Mercourios Georgiadis: Kos in the Neolithic and Early Bronze Age. The Halasarna Finds and the Aegean Settlement Pattern. Institute for Aegean Prehistory Academic Press, 2018, S. 3.
cite-note-52. Klimatabelle Kos (klimatabelle.info)
cite-note-66. â Nach Mercourios Georgiadis: Kos in the Neolithic and Early Bronze Age. The Halasarna Finds and the Aegean Settlement Pattern, Institute for Aegean Prehistory Academic Press, 2018.
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